Giancarlo Giannini (italienisch: [dʒaŋˈkarlo dʒanˈniːni]; * 1. August 1942) ist ein italienischer Schauspieler. Für seine Darstellung in „Liebe und Anarchie“ (1973) wurde er bei den Filmfestspielen von Cannes als Bester Schauspieler ausgezeichnet und erhielt eine Oscar-Nominierung für „Sieben Schönheiten“ (1975). Er wurde außerdem viermal mit dem David di Donatello als Bester Schauspieler geehrt. Giannini begann seine Karriere auf der Bühne und spielte Hauptrollen in Franco Zeffirellis Inszenierungen von „Romeo und Julia“ und „Ein Sommernachtstraum“. Nachdem er in den frühen 1960er-Jahren vorwiegend im Fernsehen zu sehen war, spielte er 1965 in „Rita, die Mücke“ seine erste Hauptrolle in einem Film – der Beginn einer langen Zusammenarbeit mit der Regisseurin Lina Wertmüller. Seinen internationalen Durchbruch feierte er mit Wertmüllers „Die Verführung der Mimi“ (1972), „Liebe und Anarchie“ (1973) und „Swept Away“ (1974), dessen Höhepunkt seine Oscar-Nominierung für seine Rolle in „Sieben Schönheiten“ (1975) war. Zu seinen weiteren Filmen zählen „Der Unschuldige“ (1976), „Lili Marleen“ (1980), „New York Stories“ (1990), „A Walk in the Clouds“ (1995), „Hannibal“ (2001), „Man on Fire“ (2004) sowie die James-Bond-Filme „Casino Royale“ (2006) und „Ein Quantum Trost“ (2008). Er ist außerdem als Synchronsprecher tätig und hat seit den 1960er-Jahren Dutzenden von Filmen in italienischer Sprache seine Stimme geliehen. Seit 1975 ist er der Hauptsynchronsprecher von Al Pacino und hat auch Jack Nicholson, Michael Douglas und Helmut Berger synchronisiert.